Nachhaltiger Wohnungsbau für Flüchtlinge

Holzbaupreis NRW 2018

Würdigung durch die Jury

Der Neubau dieses Wohngebäudes versteht es in vorbildlicher Weise, die Vorzüge des Baustoffs Holz zu nutzen, um in kurzer Zeit wirtschaftlich qualitativ hochwertigen Wohnraum zu realisieren – und das auch noch umweltbewusst. Bei der Planung wurde von Anfang an eine mögliche Umnutzung des Gebäudes von einer Flüchtlingsunterkunft zu gefördertem, preiswertem Wohnraum berücksichtigt. Die auf vier Raummodulen basierende Kubatur des Leichtbaus erfüllt deutlich die unterschiedlichen Funktionen der einzelnen Wohneinheiten.

Auf den Baustoff Holz wurde sowohl im Außen- als auch im Innenbereich gesetzt. Tragende und aussteifende Wände und Decken entsprechen dem Prinzip der Holztafelbauweise. Die Außenwände sind diffusuinsoffen und mit Zellulose gedämmt. Die Fassade besteht aus einer hinterlüfteten, sägerauen Keil-Stülp-Schalung aus Lärchenholz. Innenwände und Deckenuntersichten sind in großen Teilen mit geschliffen, unbehandelten 3-Schichtplatten aus Fichtenholz bekleidet.

Die Anzahl der Wohnungen, die Geschossigkeit und die jeweiligen Aufteilungen sind für zukünftige Projekte und Standorte flexibel anwendbar, können somit als Blaupause für nachhaltigen Wohnungsbau dienen.

Michael Arns, Vorsitzender der Jury 

  • Auftraggeber:  
    GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth
  • Architekt Entwurf:  
    Dipl.-Ing. (FH) Stawros Chatzoudis | GWG Wohnungsgesellschaft mbH Rhein-Erft
  • Leistung:  
    Schlüsselfertige Erstellung
  • Fertigstellung :  
    September 2017
  • Bauzeit:  
    7,5 Monate
  • Auszeichnungen:  
    Holzbaupreis NRW 2018
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